Bericht zum deutsch-israelischen Austausch 2016

Eine spannende Kultur, unglaublich nette Menschen und außerdem keine Lust auf die „typischen“ Austauschziele nach England oder Italien? Dann mach beim nächsten Israelaustausch mit!

Vom 15. – 21.04.16 sind 14 Mädchen und Jungen aus den Beruflichen Gymnasien Ettlingen nach Israel geflogen. Gleich nach der Ankunft am Flughafen in Tel Aviv (Israel) wussten wir, wieso die Woche richtig schön wird: 28°C, Sonne und lachende Gesichter. Am Flughafen angekommen wurden wir von unseren Gastgebern mit Plakaten und Luftballons begrüßt.

Ebenso wie in der deutschen Gruppe gibt es auch bei der israelischen Gruppe Schüler/-innen, bei denen die Qualität der englischen Sprache noch ausbaufähig ist, doch mit Hilfe von Händen und Füßen hat es jeder geschafft, sich zu verständigen.

Neben Aktivitäten in der Natur, wie zum Beispiel dem Besuch des Toten Meeres, des Mittelmeeres oder dem Kamelreiten durch die Negev Wüste, haben wir auch kulturelle Orte besucht, wie das israelische Parlament in Jerusalem oder die israelische Gedenkstätte Yad Vashem. Es ist Tradition des Austausches, dass die deutsche Gruppe im Tal der Gemeinden eine Zeremonie abhält. Das Tal ist ein massives, 2.5 Morgen großes Denkmal, das buchstäblich aus dem natürlichen Felsboden ausgehoben wurde. Auf 107 Wänden sind die Namen von über 5.000 jüdischen Gemeinden, die im Holocaust zerstört wurden oder nur knapp überlebten, eingraviert. Auch Karlsruhe ist leider dabei. Mit einer Zeremonie an diesem Ort wollen wir zeigen, wofür der Austausch steht: Verständnis, Toleranz und Frieden. Trotz und auch wegen der schlimmen deutsch-jüdischen Geschichte, findet dieser Austausch statt. In der Woche in Israel und auch in der Woche in Deutschland merkt man einfach, wie viele Gemeinsamkeiten es zwischen uns gibt und wie gut wir uns verstehen, wenn wir offen und tolerant sind.

Wir haben auch Freiwilligenarbeit geleistet, bei dem wir für ärmere Regionen in Israel rote Beete gepflückt haben. Da sich die gesamte deutsch-israelische Gruppe sehr gut verstanden hat, hat selbst das Ernten in der Hitze Spaß gemacht.

Über die geplanten Ausflüge hinaus, haben wir abends, nach dem Tagesprogramm, viel unternommen. Wir trafen uns oft in einem Kibbutz (so nennt man die winzigen Dörfer in Israel bzw. eine ländliche Kollektivsiedlung in Israel mit gemeinsamem Eigentum und basisdemokratischen Strukturen) und haben bei einem gemütlichen Beisammensein mit Musik den Abend genossen. Da wir in den Familien unserer Austauschpartner gelebt haben, erfuhren wir viel über die israelische (jüdische) Kultur. Bei dem Gegenbesuch in Deutschland vom 21. – 29.07.16 konnten dann unsere Austauschpartner unser Region und unsere Kultur kennenlernen. Es war auch eine tolle Erfahrung, Gastgeber für einen israelischen Freund zu sein. 

Also zusammengefasst kann man sagen: Jeder war froh, dass er beim Austausch mitgemacht hat!

Verfasser: Aaron-Gabriel Kunz (Schüler BvSS) & Anne Seidenstücker (Lehrerin der AES)