Berufsorientierung in der Berufsfachschule

Für die Schüler und Schülerinnen der Eingangsklasse der zweijährigen Berufsfachschule Elektro- und Metalltechnik, hieß es am Mittwoch, dem 22. Februar 2017 „Ready-Steady-Go“, als es um die diesjährige Durchführung des gleichnamigen Planspiels zur Berufsorientierung ging.

Das seit 2008 eingerichtete Netzwerk zwischen Schule, HWK und IHK, Behörden und Beratungsstellen macht es möglich, für diese Schülergruppe eine realitätsnahe Bewerbungs-situation zu simulieren. Auch in diesem Jahr konnten 12 verschiedene Firmen für eine Teilnahme an dem Planspiel gewonnen werden. Die Mehrheit der teilnehmenden Firmen unterstützt bereits seit vielen Jahren dieses Berufsorientierungs-Verfahren, sodass tatsächlich einige der in diesem Schuljahr beteiligten Firmen auf eine 10-jährige Teilnahme zurückblicken konnten, so z.B. neben der Agentur für Arbeit, die IHK Karlsruhe, die DB Schenker Mannheim und das Seniorbüro Ettlingen. Die Stadtwerke Ettlingen sind seit 2009 mit dabei und unterstützten damit bereits auch seit 9 Jahren diese Form der Berufsorientierung.

Die Aufgabe der Firmenvertreter in diesem Planspiel ist es, ein ca. 15-minütiges Gespräch mit dem potentiellen Ausbildungsplatzbewerber zu führen und nach Durchsicht der Bewerbungsunterlagen, die im Vorfeld mit den Schülern im Deutschunterricht erstellt wurden, über eine Ausbildungsplatzzusage zu entscheiden. Im Erfolgsfall erhalten die Schüler symbolisch einen Ausbildungsvertrag. 

Insgesamt wurden an diesem Vormittag 57 Vorstellungsgespräche geführt, was bedeutet, dass sich jeder Schüler bei mindestens drei Firmen vorgestellt hat.

Im Fall eines Misserfolgs beim Vorstellungsgespräch, also einer Absage, aber auch ganz generell konnten sich die Schüler an vier speziell dafür eingerichteten Stationen für den Bewerbungsauftritt persönlich beraten und coachen lassen. Verantwortlich hierfür waren nicht nur die Klassenlehrerin, die einen Online-Einstellungstest betreute, sondern auch eine Vertreterin der Agentur für Arbeit, die Schulsozialarbeiterin sowie die Klasse K2FR im 2. Ausbildungsjahr der Friseurabteilung mit ihrer verantwortlichen Lehrerin. Letztere nahm sich speziell der Farb- und Typberatung der einzelnen Schüler an, um den aktuellen Bewerbungsauftritt zu optimieren.

Ist der „Ausbildungsvertrag“ am Ende auch nur symbolisch zu verstehen, so haben die Gespräche mit Entscheidungsträgern aus der Wirtschaft den Charakter realer Vorstellungsgespräche. Somit erhalten die Schüler und Schülerinnen ein ehrliches Feed-back zu Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgespräch.

Allen Beteiligten sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt für ihren Einsatz an diesem Vormittag. Ein besonderer Dank gilt dem Organisationsteam unter Leitung von Herrn Reiß und Frau Herrmann.