Planspiel „Ready-Steady-Go“

Albert-Einstein-Schule Ettlingen - Planspiel „Ready-Steady-Go“ Wenn an einem ganz normalen Schultag im Februar viele junge Menschen zwischen 15 und 17 Jahren auffallend gut gekleidet mit einer Bewerbungsmappe unter dem Arm durchs Schulhaus laufen, sollte spätestens auch dem unausgeschlafensten Mitschüler während der Faschingszeit auffallen, dass es wieder einmal heißt: „Ready-Steady-Go!“ Am 8. Februar 2018 und damit bereits zum 11. Mal in Folge erhielten 29 Schüler und Schülerinnen der Eingangsklasse der zweijährigen Berufsfachschule Elektro- und Metalltechnik Gelegenheit sich im Rahmen des Planspiels zur Berufsorientierung in einem Vorstellungsgespräch so zu präsentieren, dass sie am Ende, wenn auch nur symbolisch, einen der begehrten „Ausbildungsverträge“ überreicht bekommen. Das 2008 initiierte und mit den Jahren stetig weiter ausgebaute Netzwerk zwischen der Albert-Einstein-Schule, verschiedenen Ausbildungsbetrieben aus der Region, Handwerkskammern, Behörden und Beratungsstellen macht es möglich, eine realitätsnahe Bewerbungssituation zu simulieren.

Zur Vorbereitung des dreistündigen Planspiels, das in sechs Stationen zu durchlaufen ist, wird im Deutschunterricht eine Bewerbungsmappe erstellt, die neben einem Anschreiben für den „Wunschberuf“ des Schülers alle notwendigen Dokumente und Unterlagen für eine aussagekräftige Bewerbung enthält. Diese Bewerbungsmappe bildet somit die Grundlage für den aktuellen Bewerbungsauftritt im Planspiel.

Auch in diesem Jahr konnten - wie schon in den Jahren zuvor - insgesamt 14 Betriebe für eine Teilnahme gewonnen werden. Etliche Firmen bzw. die von ihnen entsandten Personalbeauftragten begleiten das Planspiel bereits von Anfang an bzw. seit vielen Jahren und haben sich so zu sehr verlässlichen Partnern entwickelt. Entsprechend freundschaftlich, ja fast schon familiär läuft die Begegnung zwischen dem schulischen Organisationsteam und den verantwortlichen Mitspielern vor Beginn des Planspiels bei einem Begrüßungskaffee im Konferenzzimmer der Schule ab. Dieser verlässlichen Teilnahme ist es zu verdanken, dass in diesem Jahr die Station „Vorstellungsgespräche“ parallel mit neun „Firmen-Teams“ besetzt werden konnte, wodurch jeder teilnehmende Schüler bzw. jede Schülerin die Chance erhielt, zwischen drei bis fünf Vorstellungsgespräche führen zu können. Für jedes einzelne Vorstellungsgespräch sind in der Regel zwischen 15 und 20 Minuten vorgesehen. Im Erfolgsfall wird dem Bewerber bzw. der Bewerberin ein Ausbildungsvertrag ausgehändigt. Im Fall eines Misserfolgs – kein symbolisch überreichter Ausbildungsvertrag -, aber auch generell können sich die Teilnehmer/Innen an vier weiteren, speziell dafür eingerichteten Stationen persönlich beraten und coachen lassen. Verantwortlich hierfür waren nicht nur die betreuenden Lehrer und Lehrerinnen, sondern auch zwei Vertreter der Agentur für Arbeit, die Schulsozialarbeiterin sowie Auszubildende des Friseurhandwerks im 3. Ausbildungsjahr, die an der Albert-Einstein-Schule den schulischen Teil ihrer Ausbildung erhalten und sich vornehmlich der Farb- und Typberatung der Schüler und Schülerinnen widmeten. Der sogenannte „Checkpoint“ bildet die 6. Station im Spiel. Diese Station dient der Kontrolle während des Spielverlaufs. Spätestens nach dem Durchlaufen von drei Stationen sollten hier alle Schüler einen kurzen Zwischenstopp einlegen, um sich zu vergewissern, dass sie sich regelkonform verhalten.

Sind die Rahmenbedingungen dieses Vormittages auch simuliert, so haben die Gespräche mit Entscheidungsträgern aus der Wirtschaft den Charakter reeller Vorstellungsgespräche. Die Schüler und Schülerinnen erhalten somit ein ehrliches Feedback. Diese konstruktive Kritik soll ihnen helfen, bei der konkreten Bewerbung ab Herbst 2018 ihre persönlichen Stärken herauszustellen und mögliche Fehler zu vermeiden.

Eine Feedbackrunde am Ende des dreistündigen Spielverlaufs beschließt das Planspiel offiziell für die Schüler der 2BFE/M1. Eine sich daran anschließende Reflexionsphase zwischen Schulleitung, Organisationsteam und teilnehmenden Firmenvertretern dient nicht nur der unmittelbaren Rückschau auf den Vormittag, sondern bietet auch die Chance auf neue Impulse für einen erfolgreichen Spielverlauf im Schuljahr 2018/19, wenn es wieder heißt:

"Ready-Steady-Go!"

20.02.2018/Be