Studienfahrt TGJ2/1

Am Montag, den 24. Oktober 2016, begann unsere Abschlussfahrt nach Leipzig. Nach 4 ½ Stunden Bahnfahrt, vielen Runden Kartenspielen und zweimaligem, stressigem Umsteigen kamen wir in Leipzig an.

Am Nachmittag wurde uns die Stadt von einer gebürtigen Leipzigerin gezeigt. Neben Kultur, Geschichte und Informationen über die Stadt erzählte sie uns mehrmals, dass Leipzig den schönsten Bahnhof hat, lobte sehr den RB Leipzig und dass Leipzig 15.000 Einwohner mehr als Dresden hat. Die Stadtführung war sehr informativ und wir konnten uns dadurch einen schnellen Überblick über die Stadt verschaffen.

Dienstags nach dem Frühstück besuchten wir das Zeitgeschichtliche Forum. Dort erfuhren wir viel über die Zeit nach dem 2. Weltkrieg in der sowjetischen Besatzungszone und späteren DDR. Mit Originalbild- und Tonaufnahmen versetzte uns die Führerin in die Zeit des 20. Jahrhunderts und vermittelte dadurch ein Gefühl vom Leben im „anderen Deutschland“. Zum Abschluss durfte man sich Postkarten und Plakate des Forums mitnehmen, welche auch schon Verwendung gefunden haben.

Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg zum Völkerschlachtdenkmal. Nach einer sehr spannenden und interessanten Führung hatten wir die Gelegenheit, nach insgesamt 366 Stufen, den durch das bescheidene Wetter bedingten Ausblick über Leipzig zu genießen. Das Völkerschlachtdenkmal war für die meisten das Highlight der Studienfahrt.

Um auch einmal die Spezialitäten der ehemaligen DDR genießen zu können, besuchten wir am Abend ein DDR-Restaurant. Wir probierten Getränke und Gerichte von „Leninschweiß“ (Himbeerlimonade) bis hin zu „Fettbemme“ (Schmalzbrote) und „Grilletta“ (eine Arte DDR-Burger). Es war eine zum Teil interessante Erfahrung, kulinarische Unterschiede kennen zu lernen.

Am nächsten Tag hatten wir einen Termin zur Werksführung bei BMW. Nachdem wir vom Leiter der Führung begrüßt und eingewiesen wurden, mussten wir schnell feststellen, dass dieser gerne und schnell vom Thema abweichen konnte, wodurch sich die Führung für einige weniger interessant erwies. Somit lernten wir zwar wenig über technische Dinge, dafür etwas über BMW-Bienen, BMW-Honig, BMW-Windräder und vielem mehr. Man kann somit sagen, dass die meisten sehr froh waren, als die Führung zu Ende war und wir das BMW-Werk verließen.

Nachmittags besuchten wir die ehemalige Stasi-Zentrale „Runde Ecke“. In den Originalräumen bekamen wir einen Einblick in die die Arbeit des DDR-Geheimdienstes und seinen Methoden zur Überwachung im In- und Ausland. Anschließend hatten wir noch Zeit, selbst die Runde Ecke zu besichtigen.

Die Sendezentrale des MDR mit einer Studiotour stand donnerstags auf unserem Programm. Dort konnten wir hinter die Kulissen von Serien und Nachrichten schauen. Es war sehr erstaunlich, was zu einer einfachen Nachrichtensendung alles dazu gehört. Unter anderem wurde uns auch erzählt, dass diese so viel Strom verbraucht, wie vier Familien ein Jahr lang nutzen könnten. Neben eigenen Szenen vor der Greenwall, in die einzelne Personen aber auch unsere ganze Klasse eingefügt wurden, konnte Stefan sein eigenes Können als Nachrichtensprecher testen. Wir hatten dabei auch unseren Spaß. Den restlichen Tag hatten wir dann zur freien Verfügung, den manche von uns zum Beispiel für den Zoo nutzten.

Die Rückfahrt haben wir ähnlich gestaltet wie die Hinfahrt, mit Poker und anderen Kartenspielen vertrieben wir die Zeit. Selbstverständlich meisterten wir die nur viermütige Umsteigezeit am Frankfurter Flughafen und mit Bravour und erreichten alle auch wieder unseren Zielbahnhof Karlsruhe. Das Wetter wurde auf dem Heimweg immer besser und in Baden schien auch wieder die Sonne.

Kathrin Kopprasch & Marcel Mackert (TGJ2/1)