Studienfahrt Berlin 2018

Jedes Jahr aufs Neue begeben sich die Schüler der Jahrgangsstufe 2 des Technischen Gymnasiums der Albert-Einstein-Schule Ettlingen auf eine fünftägige Studienfahrt, welche uns Schülern die Möglichkeit bietet, Zeit miteinander zu verbringen, etwas zu lernen, aber auch jede Menge Spaß zu haben.

Die Klassen J2/1 und J2/3 haben sich zu diesem Zweck dieses Schuljahr zusammengeschlossen, um in der Woche vor den Herbstferien in die Hauptstadt Berlin zu reisen. Auf dem Programmplan standen z. B. der Besuch der Gedenkstätte Hohenschönhausen (ehemaliges DDR-Museum) und des Pergamon-Museums, eine dreistündige Fahrrad-Tour entlang des ehemaligen Mauerverlaufs, eine Führung durch die Berliner Unterwelten sowie die Besichtigung des Reichstags. Trotz durchgeplanter Nachmittage war es uns Schülern möglich, täglich die Zeit nach 18:00 frei zu gestalten und mit eigenen Aktivitäten zu füllen. Dies wurde auch ausgiebig genutzt: so entdeckten z.B. viele den „besten Döner, den sie je gegessen haben“.

Ganz oben auf der Besten-Liste der Schüler stand die Führung durch die Berliner Unterwelten, welche sich durch das U-Bahn-Netz und die dort im Kalten Krieg errichteten Bunker erstreckte. Ein weiteres Highlight der To-do-Liste war die Mauertour mit dem Rad, auf der wir mit der Hauptstadt nicht nur durch ihren geschichtlichen Hintergrund in Kontakt kamen, sondern sie uns auch als modernes, kulturell erfülltes Berlin begegnete.

Unter den Programmpunkten stach nach Meinung vieler Schüler jedoch einer ganz besonders hervor, nämlich der Besuch der Gedenkstätte Hohenschönhausen, gerade weil uns dort vor Ort Zeitzeugen durch das ehemalige DDR-Gefängnis geführt und von ihren persönlichen Erlebnissen berichtet haben. Die ernsthafte Thematik der Verfolgung durch die Stasi wurde von uns Schülern dabei interessiert, teilweise aber auch schockiert aufgenommen, was nicht zuletzt an der fesselnden Lebensgeschichte eines der Zeitzeugen lag.

Sowohl für uns Schüler als auch für die uns begleitenden Lehrer, Frau Konrad, Frau May und Herrn Perschel, war diese Studienfahrt in vielerlei Hinsicht ein Erfolg und sollte - wenn möglich - von nachfolgenden Schülerjahrgängen wiederholt werden. Denn in dieser, für uns Schüler viel zu kurzen Woche, erhielten wir nicht nur etliche Einblicke in die Geschichte der Hauptstadt, sondern auch den einen oder anderen Eindruck von dem kulturellen Reichtum Berlins. Auf den meisten klassischen Städtetrips wären uns diese sicherlich entgangen.